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Brunnen

Wassernot in Haarbrück

Haarbrück war jeher von Wassermangel geprägt. Im Dorf gab es nur den Brunnen am Kreuerberg, welcher sich an der heutigen Kreuzung von Blumenstraße, Bornegrundstraße und Rennestraße befindet. Dort konnte das langsam laufende Quellwasser abgeschöpft werden. Der Brunnen trocknete jedoch bei regelmäßigen Sommerdürren und zur Winterzeit aus, weshalb zusätzlich das Regenwasser in Zisternen aufgefangen wurde. Die große Dürre von 1911, welche von April bis Oktober herrschte, blieb dabei besonders in Erinnerung, weil die damaligen Bewohner eine solch schlimme Trockenphase noch nie erlebt hatten. Infolgedessen wurde im Frühjahr 1912 eine Wasserleitung angelegt und am 28.07.1912 fertiggestellt. Mit dieser wurde Wasser aus Richtung der Klus von Dalhausen nach Haarbrück transportiert. Aus Freude über die Fertigstellung wurde ein zweitägiges „Wasserfest“ gefeiert.

Durch die Wasserleitung konnte für 10 Jahre der Wassermangel behoben werden. Jedoch gab es 1921 erneut eine Wassernot aufgrund einer langanhaltenden Dürre und defekter Rohrleitungen. Zu dieser Zeit wurde die Wasserleitung zunächst jeden dritten Tag für eine Stunde betrieben. Mit weiteren Schäden wurde die Betriebszeit weiter gekürzt und nur noch alle 6 Tage betrieben, bis diese schließlich vollständig ausfiel. 1922 wurde der Wassermangel durch Ersetzen der defekten Wasserrohre und aufstellen einer elektrischen Lambach-Pumpe behoben. Diese Pumpe förderte fortan das Quellwasser in den Hochbehälter.

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