Geschichte des Sportvereins
Als am 01. Juni 1966 der Sportverein „Eintracht Haarbrück 1966“ gegründet wurde, war es nicht der erste Versuch, in Haarbrück eine Sportgemeinschaft zu bilden. Leider hatten beide Vorgängervereine wegen ungünstiger politischer, personeller und finanzieller Lage keinen langen Bestand.
So entstanden in den katholisch geprägten Gebieten von den Kirchen unterstützten Vereine der „DJK (Deutsche-Jugend-Kraft)“. Auch in Haarbrück wollten sich im Frühjahr 1928 viele junge Männer sportlich organisieren. Zu den Initiatoren gehörten Aloys Hartman (Werners) und Josef Hartmann (Deppens). Das Amt des 1. Vorsitzenden übernahm Karl Pult, Kassierer wurde Karl Stromberg. Der Verein wurde „DJK Haarbrück“ genannt und spiele in der Kreisklasse Warburg. Man spielte in Schwarz-Weiß gestreiften Trikots. 1934 löste sich der Verein wieder auf. Politischer Druck von oben versuchte die konfessionell ausgerichteten Vereine unter Kontrolle zu bringen. Da man sich dem Druck nicht beugen wollte, beendete man den Spielbetrieb.
Im Jahre 1946 fing der neue Verein „Westfalia Haarbrück“ ganz von vorne an. Dabei waren viele Sportbegeisterte, die vor dem Krieg der DJK Haarbrück angehörten, bei der Gründung wieder dabei. Auch die Trikots und der Sportplatz wurden von der DJK übernommen. Ab Oktober 1946 lief der Spielbetrieb. Zunächst spielte man im Kreise Höxter, schloss sich dann aber aus fahrtechnischen Gründen wieder dem Kreis Warburg an. Überwiegend spielte man dort in der 2. Kreisklasse, hat aber auch zeitweise das Ziel der 1. Kreisklasse erreicht. Das wiederum war zum Teil mit weiten abenteuerlichen Fahrten (z.B. Marsberg) verbunden. Manchmal fuhren Mannschaft und Zuschauer unter Lebensgefahr auf Lastwagenanhängern durch die Gegend. Für ein Ei konnte man sich einen Platz auf dem Lastwagen sichern.
1952 feierte die „Westfalia“ ihr letztes Sportfest, weil die Spielerdecke immer dünner wurde und der Spielbetrieb 1953 wieder eingestellt wurde.
Nach Jahren des Abstandes vom Fußball flammte Anfang der 60er Jahre neues Interesse wieder auf. Dies lag in Teilen an den Lehrern Nottscheid und Schlieker welche begeisterte Fußballanhänger waren und dieses auch im Sportunterricht vermittelten. Es wuchsen junge Spieler heran, die jedoch ihr Können in Haarbrück nicht zur Geltung bringen konnten. Einige Spieler schlossen sich daher zunächst dem SV Jakobsberg an. Nach mehreren Vorgesprächen im Frühjahr 1966 waren die Weichen für eine Neugründung gestellt. So konnte am 01. Juni 1966 im Stift die Gründungsversammlung erfolgen.
Der Spielbetrieb begann in der 3. Kreisklasse Höxter, Gruppe A. Im Jahre 1967 stifteten die Höhendörfer Tietelsen, Bosseborn, Jakobsberg und Haarbrück den sogenannten „Bergpokal“, der jährlich ausgespielt wurde. Haarbrück gewann gleich das erste Pokalturnier im Endspiel gegen Bosseborn durch Tore von Karl Werneke, Georg Thewes und Gerhard Kleine. Hier ein Mannschaftsfoto von 1967.
Das Auf und Ab in den folgenden Spielzeiten verlief in den Bahnen, wie ihn fast alle Fußballmannschaften erleben. 1986 gelang unter Trainer Helmut Otte der Aufstieg in die 2. Kreisklasse.






